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Herculanische Entdeckungen

Johann Winckelmanns Sendschreiben von den Herculanischen Entdeckungen

"Johann Winckelmann's Sendschreiben von den Herculanischen Entdeckungen." Winckelmann 1762

"Johann Winckelmann's Sendschreiben von den Herculanischen Entdeckungen." Winckelmann 1762

Das Werk „Johann Winckelmanns Sendschreiben von den Herculanischen Entdeckungen. An den hochgeboren Herrn, Herrn Heinrich Reichsgrafen von Bruehl.“ wurde 1762 von dem Hofbuchhändler George Conrad Walther verlegt. Eines der Werke dieser kleinen Auflage befindet sich heute im Besitz der Bibliothek des Johanneums.

Winckelmann verfasste das Schreiben während und nach seiner Reise zu der Ausgrabungsstätte  Herculaneum, welche wie Pompeji am Vesuv lag und beim Vulkanausbruch im Jahre 79 unterging. In diesem Schreiben, das an den Reichsgrafen von Bruehl gerichtet ist, beschreibt Winckelmann seine in Rom begonnene Reise und die Ausgrabungstätigkeiten in Neapel.

So beginnt das Schreiben mit den Worten: „Da ich das Vergnügen hatte, Sie auf Ihrer Reise, im Carnevale 1762, von Rom nach Neapel zu begleiten, entschloß ich mich, von den Seltenheiten, welche Sie in dem Könglichen Museo zu Portici sahen, etwas aufzusetzen, um Sie an das merkwürdigste wiederum zu erinnern, und zugleich zum Unterrichte für andere Reisende, die in einem kurzen Aufenthalte daselbst, nicht alles mit völliger Aufmerksamkeit betrachten können.

Diese Schrift, welche in der Bibliothek des Johanneum einzusehen ist, gehört zu den ersten Schriften, die archäologische Funde und Tätigkeiten wissenschaftlich und detailreich wiedergibt. Nachdem das Werk von Winckelmann eine hohe Anerkennung fand, brachte er noch weitere Werke zum Thema „Kunstgeschichte“ und „Archäologie“ heraus. Im Jahr 1764 publizierte er sein Hauptwerk mit dem Titel „Geschichte der Kunst des Altertums“, das neben der historischen Darstellung auch die griechische Kunst analysiert und systematisiert.

Das Exemplar des Johanneums besitzt als Besonderheit eine Inschrift mit einem Hinweis auf weiterführende Literatur.

Inschrift in "Johann Winckelmann's Sendschreiben von den Herculanischen Entdeckungen"

Inschrift in "Johann Winckelmann's Sendschreiben von den Herculanischen Entdeckungen"

Durch die Digitalisierung eines Werkexemplars an der Universitätsbibliothek Heidelberg ist Schrift auch vollstäng im Internet einsehbar.