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vielfarbige Architektur

Bemerkungen über vielfarbige Architectur und Sculptur bei den Alten

Gottfried Semper kehrte nach seinen Reisen durch Italien, Sizilien und Griechenland 1834 nach Deutschland zurück, wo er seine Erlebnisse und Erkenntnisse niederschrieb und „Bemerkungen über vielfarbige Architectur und Sculptur bei den Alten“ veröffentlichte. Da es sich bei dieser Schrift um sein Erstwerk handelte, wurden nur wenige Exemplare gedruckt. Eines dieser wertvollen Exemplare ist heute im Besitz der Bibliothek des Johanneums.

"Vorläufige Bemerkungen über Vielfarbige Architectur und Sculptur bei den Alten." G. Semper 1834

"Vorläufige Bemerkungen über Vielfarbige Architectur und Sculptur bei den Alten." G. Semper 1834

Semper sammelte während seiner Reise die Eindrücke über die Architektur der Griechen und Römer. Er war der gleichen Auffassung wie Winckelmann, dass die Architektur dieser Völker zu den bedeutsamsten der Kunstgeschichte gehört und eine Grundlage für die Architektur seiner Zeit darstellen sollte.

In seinen „Bemerkungen über die vielfarbige Architectur und Sculptur bei den Alten“ beschreibt er nicht nur die Architekur der Alten, sondern gibt auch seine Gedanken zu den Farben, welche die Bauten der Römer und Griechen geschmückt haben, wieder.

So schreibt Semper im Vorwort (S. XXI):

Auch bei den Alten bildeten Constructionen aus Holz, Eisen und Bronze einen wesentlichen Theil der Baukunst. Auch bei ihnen wurden sie nach ihren eigenen Gesetzen der Statik, unabhängig vom Steine, gebildet. Nur wenige Spuren davon erhielten sich; – Aber manche Auskunft geben die Pompejanischen Wandgemälde, die offenbar nur von dieser leichten Architectur entlehnt sind.[…] Und sollte ein System der Griechischen Tempelmalerei, nach übrig gebliebenen Spuren, so wahrscheinlich wie möglich zusammengetragen, nicht gleichfalls in unserer Zeit willkommen seyn?