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Gebäude

GangDas mittlerweile dritte Schulgebäude des Johanneums, entworfen von Fritz Schumacher und im Oktober 1914 unter dem Rektor Friedrich Schultheß  eingeweiht, beherbergt im linken Flügel des zweiten Obergeschoss die alte Hauptbibliothek des Johanneums. Mit einer bewilligten Bausumme von 751.000 Mark entstand einer der typischen Backsteinbauten von Fritz Schumacher, der sich bei diesem Gebäude jedoch auch von dem Stil des vorherigen Johanneumsbau am Speersort inspirieren ließ. Seit 1979 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Die Hauptbibliothek hat im Verlaufe der Jahre einige Änderungen erfahren. Die erste Änderung von noch von Schumacher selbst initiiert. Nach dem ursprünglichen Bauplan waren zunächst zwei Treppen für die zweigeschössigen Hauptbibliothek vorgesehen. Dann entschiede Schumacher jedoch, dass es in einer Bibliothek hauptsächlich auf den Platz für die Bücher ankäme und eine zweite Treppe somit überflüssig und Platzverschwendung sei. Da diese zweite Treppe sogar noch auf Plänen auf denen die Stromversorgung des Gebäudes geplant wird, eingezeichnet ist, kann dieser kluge Schritt erst später im Entwicklungsprozess gefasst worden sein. Des weiteren war der Bereich vor der Hauptbibliothek lange Jahre in einen weiteren Raum für den Bibliothekar sowie einen Zeichensaal aufgeteilt. Doch in einem knapp vierjährigen Umbau mussten diese Räume der neuen Schulbibliothek weichen und somit entstand ein gemeinsamer Komplex aus einer modernen und hellen Schulbibliothek.

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Die alte Hauptbibliothek hingegen hat seit ihrer Eröffnung kaum größere Umbaumaßnahmen erfahren, so dass ihr mit den original erhaltenen dunklen Holszregalen ein eigener historischer Charme zukommt. Die Regale im Obergeschoss verfügen über spezielle Stufen und Handgriffe, damit für die Nutzer auch die oberen Regalreihen erreichbar, da aufgrund des durchbrochenen Gitterbodens das Aufstellen einer Leiter im zweiten Obergeschoss nicht möglich ist. Zum Schutz der alten Bücher wurde von Fritz Schumacher ein fortschrittliches Belüftungskonzept entwickelt, um eine optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Dies wird durch drei Belüftungsschächte in den Mauern erreicht. Für die Beleuchtung der alten Hauptbibliothek werden mittlerweile Neonlampen eingesetzt, die kein schädigendes UV-Licht erzeugen.

zwei-Regale

Die alte Hauptbibliothek ist T-förmig aufgebaut. Im Eingangsbereich der alten Hauptbibliothek, den man durch die neue Schulbibliothek betritt, gelangt man zuerst in einen etwa zwanzig Meter langen offenen Gang, von dem links und rechts kleine Räume  und offene Kabinette (zur Linken) abgehen. Der zweite Raum auf der rechten Seite beherbergt neben einem bibliothekarischen Arbeitsplatz die Treppe in das Obergeschoss, das aufgrund der schmaleren Gänge noch verwinkelter als das Untergeschoss wirkt.

Lageplan
Modell der Bibliothek