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16. Jahrhundert

Die „Lybrye“ der Klosterschule

Aufgrund Martin Luthers „Sendschreiben an die Ratsherren allerlei Städte Deutschlands, daß sie christliche Schulen errichten und halten sollen“ von 1524 veranlasste der Hamburger Rat die Gründung einer Lateinschule.

Bei der Einrichtung der Gelehrtenschule 1529 setzte sich Johannes Bugenhagen mit dem Artikel 5 seiner Kirchenordnung für die Einrichtung einer “lybrye” ein. Zu dieser Zeit besaß die Bibliothek Bestände, die aus den aufgelösten Klöstern, wie zum Beispiel dem Sankt Johannes Kloster, kamen. Diese enthielten keine antiken Klassiker, sondern überwiegend christliche Bücher. Nutzer waren hauptsächlich die Lehrer der Klosterschule.

Bedeutend für den Fortbestand war auch das Schulgesetz von 1537: „Se schälen de Schoolen als eene Städe, de Gott sülvest tho synen Ehren und tho den fryen Künsten gehylligt hesst, in Ehren holden, gelyt alse de Kercken.“