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18. Jahrhundert

Der Ursprung der heutigen Hauptbibliothek
Vom Senat gut ausgestattet, wurde die Bibliothek 1751 zur Stadtbibliothek umfunktioniert, für deren Verwaltung ein Bibliothekar angestellt wurde.

Die Hauptbibliothek, die wir heute kennen, hatte ihren Ursprung im Jahre 1779, dem 250. Jubiläum der Schule. Der damalige Direktor Johann Martin Müller sprach sich dafür aus, eine neue Schulbibliothek einzurichten.

Müller übernahm die Vorgehensweise von Bergens gegenüber Stiftern der Bibliothek, indem er deren Namen öffentlich machte. Dies hat er 1779 und 1780 in so genannten Lectionskatalogen in deutscher Sprache getan. Die Kataloge waren somit die ersten deutschen Schulnachrichten vor der offiziellen Einführung durch Johannes Gurlitt 20 Jahre später. Die erste Nachricht lautete: „ Den 5. März (1779) legte ein hiesiger berühmter Gelehrter durch Mitteilung der Werke des Cicero nach der schönen Verburgischen Ausgabe den ersten Grund zu einer Schulbibliothek.“ (Kurig 1979, S. 96) Unterstützung für den Grundstock gab es auch von staatlicher Seite und aus Schenkungen und Nachlässen ehemaliger Lehrer.

Diese Lectionskataloge gab es nur 1779 und 1780 von Müller herausgegeben, Johannes Classen nahm sie im Jahre 1867 wieder auf. Bis 1910 wurden die Titel und bis 1915 „die Namen der Stifter nach Behörden, Freunden, Lehrern und Schülern der Anstalt geordnet“ in den Schulnachrichten veröffentlicht. Seit 1916 wird ein Zugangsbuch geführt, in dem Provenienzen eingetragen werden. Durch die Angaben der Schulnachrichten und des Zugangsbuches wird ersichtlich, dass der Bestand der Bibliothek meist aus Stiftungen stammt.