Skip to content

Ton

Tontafeln

Die ersten Töpferwaren, die mit Symbolen versehen waren, stammen aus Mesopotamien und werden auf das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert. Bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. wurden sie für wirtschaftliche Aufzeichnungen eingesetzt. So fand man in Uruk am Euphrat eine Buchungstafel, die rund 5300 Jahre alt ist.
Die Technik Tontafeln herzustellen und mit Schriftzeichen zu versehen war besonders im Orient verbreitet. Man verwendete unreinen Ton mit Einschlüssen von Stein- oder Muschelteilchen für einfache Texte, die anschließend einfach an der Luft getrocknet wurden. Feingeschlämmter Ton, der  frei von Verunreinigungen war, diente für wichtige Dokumente, wie Urkunden.  Besonders hochwertige Tontafeln hatten einen Kern aus rotem Ton und einen Überzug aus gelben, so dass beim Beschriften der Text rot auf gelben Grund erschien. Die Schriftzeichen wurden eingeritzt und die Tontafeln anschließend gebrannt. Nach dem Brennen sind sie weder durch Feuer, noch durch Wasser zerstörbar. Somit stellen sie den beständigsten Beschreibstoff dar.

Tonscherben

In Schulen oder für kurze Notizen wurden häufig Tonscherben zerbrochener oder ausgedienter Gefäße verwendet. Sie wurden mit Rußtinte beschrieben, die sich wieder abwischen ließ. Gelegentlich wurden die Schriftzeichen auch eingeritzt. Beschriftete Tonscherben werden Ostraka genannt.