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Wachs

Die ältesten Funde von beschriebenen Wachstafeln stammen aus Assyrien des 8 Jh. v. Chr. Die Schriftzeichen wurden mit einem Griffel aus Knochen, Metall oder Elfenbein (sog. Stylus) eingeritzt. Durch Anwärmen und Glätten der Wachsschicht wurden die  Tafeln wiederbeschreibbar. Im Alten Rom wurden auch Testamente, beispielsweise das von Julius Caesar, auf versiegelten Wachstafeln angefertigt. Die im Gegensatz zu den Papyrusrollen handlichen und wiederbeschreibbaren Wachstafeln wurden insbesondere für alltägliche Aufzeichnungen genutzt und fanden in Schulen weite Verbreitung bis ins frühe Mittelalter.

Zwei mit z.B. Lederschnüren zusammengefügte Wachstafeln nennt man Diptychon, bei dreien werden sie Triptychon und bei mehr als drei Polyptychon genannte. Diese Verbünde von Wachstafeln bilden das Vorbild des Kodex und damit unserer heutigen Buchform.