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Bünde

Vor dem Beginn des industriellen Buchdruckes war es üblich, Bücher mit Hilfe von sog. Bünden zu stabilisieren. Dabei handelt es sich um Schnüre aus Hanf, Pergament- oder Lederstreifen, die die einzelnen Buchlagen miteinander verbanden und den gesamten Buchblock an den Buchdeckeln befestigten. Die Schnüre wurden dabei quer über den Buchrücken gelegt und unterteilten diesen in mehrere Felder.

Es gab im Laufe der Zeit unterschiedliche Arten und Weisen, die Deckel an den Bünden zu befestigen. So war im Mittelalter der Wildlederbund beliebt. Dabei wurde das Stück Leder der Breite des Buchrückens entsprechend aufgespalten und zweimal mit dem Heftfaden umwickelt. So entstand optisch ein Doppelbund.

Üblich waren meist Bücher mit drei Bünden. Da der Wert eines Buchs mit der Anzahl der Bünde zunahm, wurden ab dem 16. Jahrhundert Bünde vorgetäuscht, indem schmale Streifen aus Pappe oder Bindfäden zusätzlich auf den Rücken geklebt wurden.

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