Skip to content

Einband

Buchdeckel mit Blindprägung aus dem Jahr 1502

Ledereinband mit Blindprägung aus dem Jahr 1502

Der Einband ist die äußere Hülle des Buches und besteht aus dem Buchdeckel und dem Buchrücken. Der Einband dient als Schutz gegen Verschmutzungen, gibt dem Buchblock die nötige Stabilität, ist Träger von Informationen zum Buch und wird häufig für Verzierungen aller Art verwendet.

Die ersten Bücher wurden mit schweren Deckeln aus Buchen- oder Eichenholz versehen. Später wurden dünnere Holzdeckel mit Schweinsleder oder Pergament bezogen. Dies diente dem Schutz der Bücher und verlieh ihnen ein schöneres Aussehen. Die Holzdeckel wurden im Deutschen Reich noch bis ins 18. Jahrhundert verwendet, während in weiten Teilen Europas, bereits im Zeitalter der Renaissance, Pappe für die Herstellung von Buchdeckeln verwendet wurde. In der Industrialisierung wurde der übliche Bezugsstoff Leder durch Leinen und andere textile Stoffe ersetzt. Heute bestehen Bucheinbände meist aus unterschiedlichen Gewebearten.