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Tintenfraß

Stark säurehaltigen Tinten, insbesondere die Eisengallustinte, können zu einer Schädigung des Papieres dem sog. Tintenfraß führen, von dem auch vereinzelte Werke im Bestand der Bibliotheca Johannei betroffen sind. Um das Papier zu restaurieren, müssen die schädlichen Eisenionen entfernt und das Papier mit einer alkalischen Lösung behandelt werden. Dafür nutzt die Preservation Academy in Leipzig, bei der die Johanneusmbestände restauriert werden, die Papierspalttechnologie. Für jedes Blatt Papier wird dabei ein Trägerpapier mit Gelatine beschichtet. Die Gelatine fixiert die Tinte und eliminiert gleichzeitig die schädlichen Eisenionen. Anschließend wird das Papier gespalten und die Fehl- und Schwachstellen im Papier ergänzt. Durch ein Enzymbad wird das Trägerpapier wieder abgelöst und in einem anschließenden Wasserbad werden die restlichen Schadstoffe ausgewaschen, um die Restaurierung abzuschließen. Das Papier soll bei der Anwendung dieser Methode möglichst genau an den Originalzustand herangeführt werden.