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Arten von Enzyklopädien

Es gibt mehrere Arten von Enzyklopädien, zu denen auch die Lexika zählen. Ein Lexikon umfasst ebenfalls das gesamte Wissen eines (Teil-) Gebiets, geht aber nicht so stark ins Detail wie die Enzyklopädie. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Formen von Enzyklopädien und Lexika kurz erläutert:

Universalenzyklopädie
Diese Art wird auch Generalenzyklopädie genannt und umfasst Werke mit dem Anspruch, das gesamte Wissen zu beinhalten, ohne sich auf ein bestimmtes Fachgebiet zu beschränken. Die Anordnung der Artikel kann entweder systematisch oder alphabetisch erfolgen.

Spezialenzyklopädie
In diesem Nachschlagewerk wird nur ein bestimmtes Fachgebiet dargestellt, zu dem alle Fakten detailreich und umfassend zusammengetragen werden. Zumeist wird im Titel das jeweilige Fachgebiet erwähnt.

Universallexikon

Die „neuen“ Enzyklopädien der Bibliotheka Johannei

Die „neuen“ Enzyklopädien der Bibliotheca Johannei

Das Universallexikon wird oft auch umgangssprachlich Lexikon genannt. Es umfasst das gesamte Wissen, kann aber dieses nur sehr oberflächlich wiedergeben. Die Artikel des Nachschlagewerks sind in der Regel alphabetisch geordert.

Konversationslexikon
Seit dem 19. Jahrhundert werden so die Universallexika bezeichnet. „Konversationslexika sind als Kombination von Text und Bild konzipiert und auf Anschaulichkeit bedacht“. Diese neue Art war nur durch den technischen Fortschritt möglich. „Meyer’s Großes Konversationslexikon“ ist ein gutes Beispiel hierfür. Es enthielt in der sechsten Auflage mehr als 11.000 Abbildungen und 1.400 Bildtafeln.

Fachlexikon
Fachlexika oder Speziallexika enthalten alle Informationen zu einem bestimmten Teilgebiet der Wissenschaften, ohne sehr in die Tiefe zu gehen. Ein Beispiel hierfür ist u.a. das Fremdwörterbuch des Dudenverlags. Es umfasst alle Fremdwörter, die in der deutschen Sprache genutzt werden, enthält  aber nur sehr kurze Erklärungen des jeweiligen Begriffs.

Moderne Enzyklopädieformen
Im Zeitalter des Internets entsteht eine neue Form des Nachschlagewerks. Viele Verlage stellen ihre Enzyklopädien teilweise oder vollständig von gedruckten auf elektronische Versionen um. So können auch Bild-, Ton- und Videodateien eingebunden werden. Zu bemerken ist hier, dass diese „Enzyklopädien“ eher der Systematik einer Datenbank entsprechen. Obgleich sie in der Regel alphabetisch geordnet sind, weisen sie zugleich durch Links hilfreiche Querverbindungen auf. Ein besonderes und erfolgreiches enzyklopädisches Projekt ist die Wikipedia, bei der die Artikel nicht durch professionelle Mitarbeiter, sondern durch die Nutzer selbst geschrieben werden.