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Mittelalter

Auch in dieser Epoche wurden die Enzyklopädien weiterhin mit systematischem Aufbau und in lateinischer Sprache geschrieben. Die herausragendsten Enzyklopädisten dieser Zeit waren Isidor von  Sevilla, Rabanus Maurus und Vinzenz von Beauvais. Das 20bändige Werk „Etymologiarum sive originum libri XX“ von Isidor von Sevilla aus dem Jahr 630 beinhaltete einen Abriss der damals bekannten Weltgeschichte und enthält auch eine Radkarte, eine kreisrunde Darstellung des mittelalterlichen Weltbildes. Gedruckt wurde diese jedoch erst im Jahr 1472 von Günther Zainer und machte Isidors Karte zu einem der ältesten Kartendrucke des Abendlandes.

Als bedeutendste Enzyklopädie des Mittelalters gilt das „Speculum maius“  (auf deutsch: Großer Spiegel) vom Dominikanermönch Vincenz von Beauvais aus dem Jahr 1256. Dieses Werk umfasst 80 Bücher, zusammengetragen aus über 2000 Quellen. Es behandelt theologische Schriften von Autoren aus verschiedenen Regionen, wie Griechenland oder Italien. Einen schönen Einblick in dieses umfangreiche Werk, das sich nicht im Bestand der Bibliotheca Johannei befindet, erhält man über ein Digitalisat der Universitätsbibliothek Düsseldorf.