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Moderne

Brockhaus‘ KonversationsLexikon in 24 Bänden  (Ausgabe von 1094, 17. Band)

Brockhaus‘ Konversations Lexikon (Ausgabe von 1904, 17. Band)

In dieser Epoche entstand der berühmte Brockhaus. Auf der Leipziger Buchmesse von 1808 erwarb Friedrich Arnold Brockhaus (1772-1823) das unvollständige Werk „Conversationslexikon mit vorzüglicher Rücksicht auf die gegenwärtigen Zeiten“ von Renatus Gotthelf Löbel und Christian Wilhelm Franke. 1812 bis 1820 erschien  in 10 Bänden sozusagen die 2. Auflage. Mit diesem Erfolg wurde der Grundstock für die späteren Auflagen gelegt und ein Vorbild für andere Universalenzyklopädien geprägt. In der alten Hauptbibliothek des Johanneums findet sich eine 24-bändige Brockhausausgabe aus dem Jahr 1904.

Meyers Großes Konversations-lexikon in 24 Bänden (Ausgabe von 1909, 1. Band)

Meyers Großes Konversations-lexikon (Ausgabe von 1909, 1. Band)

Eines der bedeutensten Lexika des 19. Jahrhunderts war Meyers Konversations-Lexikon, das sich an ein breites Publikum als Zielgruppe richtete. Ursprünglich umfasste es 52 Bände. Nach dem Tod von Joseph Meyer (1796-1856) übernahm sein Sohn die Weiterentwicklung des Lexikons und veröffentlichte die Neubearbeitung in den Jahren 1857-1860 unter dem Namen „Neues Konversations-Lexikon für alle Stände“ (1857–1860). Im Bestand des Johanneums ist eine 24bändige Ausgabe aus dem Jahr 1909 erhalten. Im Jahr 1986 wurde die Weiterentwicklung zu Gunsten des Brockhaus eingestellt, da die beiden herausgebenden Institutionen fusionierten.

Carl von Rottecks Staats-Lexikon oder Enzyklopädie der Stattswissenschaft von 1935 ( Band 2)

Carl von Rottecks Staats-Lexikon (Ausgabe von 1935, 2. Band), Sig. XII 687 i 1

Eine weitere wichtige Enzyklopädie der Moderne ist das „Staats-Lexikon oder Enzyklopädie der Staatswissenschaften“ von Carl von Rotteck und Carl Theodor Welcker, in dem sich die Autoren für einen liberalen Staat auf einer verfassungsrechtlichen Grundlage einsetzen. Durch seine weite Verbreitung in der Öffentlichkeit gab es mehrere Auflagen dieses Werkes, obgleich seine Einfuhr aufgrund der Zensurbestimmungen in Preußen und Österreich lange Zeit verboten war. Als Nachfolger dieser Enzyklopädie ist das „Deutsche Staatswörterbuch“ von Johann Caspar Bluntschli und Karl Brater anzusehen. In der Hauptbibliothek des Johanneums finden sich die ersten drei Bände der Ausgabe von 1935.