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Buchkunst

Leighto Illustration aus The "illustrated London News" von  1870 aus den Beständen des Joahnneums

Deckblatt von 1870 ("The illustrated London News")

Die kunstvolle Gestaltung von Büchern hat eine lange Tradition. Bereits Tontafeln und Papyrusrollen wurden mit illustrativen Elementen verziert. Der Begriff „Buchkunst“ kam jedoch erst gegen Ende des 19. Jh. auf und stellte eine Gegenbewegung zur industriellen Massenproduktion dar (siehe Buchkunstbewegung). Davor war die Gestaltung von Büchern in erster Linie eine handwerkliche Tätigkeit, die wenig individuelle künstlerische Freiräume ließ.

Die Buchmalerei

Die mittelalterlichen Handschriften wurden in den Schreibstuben der Klöster teilweise mit aufwendigen Buchmalereien illuminiert. Dabei kam es jedoch nicht auf die Ausbildung eines individuellen Darstellungsstils an, sondern auf die Erhöhung des Werkes, indem die himmlische Pracht symbolisch widergespiegelt wurde.

Die Gestaltung des gedruckten Buches

Mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jh. entwickelte sich auch der Wunsch, Buchillustrationen und Schmuckelemente im Druck zu vervielfältigen. Nachdem diese zunächst noch per Hand in den gedruckten Text gemalt wurden, löste sich die Buchmalerei kurze Zeit später vom druckgraphischen Verfahren ab. Druckverfahren wie der Hochdruck (Holzschnitt und Holzstich), der Tiefdruck (Kupferstich und Radierung) und der Flachdruck (Lithografie) kamen zum Einsatz. In den Beständen des Johanneums finden sich zahlreiche Beispiele besonders kunstvoll gestalteter Druckwerke: