Skip to content

Radierung

Gegen Ende des 16. Jh. kommt ein weiteres, dem Kupferstich ähnliches Tiefdruckverfahren auf. Die Linien werden bei der sogenannten Radierung nicht wie beim Kupferstich durch manuelle Krafteinwirkung erzeugt, sondern hinein geätzt. Dazu wird eine Kupferplatte mit einer säurebeständigen Schicht überzogen, in die der Künstler mit einer Radiernadel die Zeichnung einritzt. Die Platte wird schließlich in ein Säurebad gelegt, wodurch die eingeritzten Linien tiefer geätzt werden.

Die älteste datierte Radierung stammt aus dem Jahre 1513. Die Radierung lässt eine wesentlich weichere Linienführung zu als der Kupferstich, erreicht aber dafür nicht die gleiche Präzision. Aus diesem Grund wurde diese Technik von Anfang an mehr für künstlerische Zwecke als zur Reproduktion exakter Darstellungen eingesetzt.

Anders Zorn: Portrait; Radierung; in: Pan (1895), Heft II, S. 71

Anders Zorn: Portrait; Radierung; in: Pan (1895), Heft II, S. 71